Schmotzerig, fast schon tätschig

Zuweilen rutschen Informationen nach draußen, die so geheim sind, dass es sie eigentlich gar nicht gibt. Und wie wir aus jedem guten Agententhriller wissen, gibt es jede Menge Menschen, die geradezu alles tun würden, damit eine Sache nicht rauskommt. Menschen, die mit jedem erdenklichen Trick arbeiten: komplizierte Verschlüsselungen machen jede Nachricht unlesbar, Chiffrierungen, die von wahnsinnig gewordenen Ex-Nobelpreisträgern für Mathematik ausgedacht wurden, Computer, so groß wie Öltanker, die ausschließlich Sackgassen und Desinformation produzieren, und dabei nur von Computern, so groß wie zwei Öltanker, kontrolliert werden können.

Ein tödliches Labyrinth der Verschwörung, ein blutige Pyramide der Lügen, eine vielstimmige Hölle der Verwirrung. Nur um von der Wahrheit abzulenken … wie schön, dass dann doch alles rauskommt, nur weil einer keinen Computer bedienen kann.

Da stand doch letztens in einer Zeitung die komplette Abschrift eines megageheimen Abhörbandes der NASA, das beweist, wie knapp unser schöner Planet der totalen Vernichtung entgangen ist. Denn auch Außerirdische reisen zuweilen herum und behandeln fremde Planeten so, wie Babys ihre Windeln behandeln. Und weil echte Dartpilots einen aufklärerischen Auftrag haben, soll diese Abschrift den geneigten Leser aufrütteln: Wir sind nicht die einzigen, die sich im Ausland schlecht benehmen.

NASA-Offizier: „General Washington, Sir, ich bekomme gerade eine Signal rein, Sir!“

NASA-General: „Was ist es?“

NASA-Offizier: „Sir, ich habe keine Ahnung, Sir. Ich glaube, es sind Stimmen …“

NASA-General: „Stimmen?! Wie ist das möglich?“

NASA-Offizier: „Sir, ich weiß nicht, Sir.“

NASA-General: „Spielen Sie es auf die Lautsprecher. Sofort!“

(Starkes Rauschen ist zu hören, dann werden die Stimmen deutlich)

Außerirdischer 1: „Sind die Schumbel getrimmt?“

Außerirdischer 2: „Ja, Herr.“

Außerirdischer 1: „Kartossen geflippert?“

Außerirdischer 2: „ Ja, Herr.“

Außerirdischer 1: „Zeit bis zur totalen Verplötterung?“

Außerirdischer 2: „Eine Minute, Herr.“

Außerirdischer 1: „Wo bleibt mein heißer Schubulla?“

Außerirdischer 2: „Der Viertelmaat ist schon in die Kantine gezöttelt.“

Außerirdischer 1: „Er soll schneller zötteln. Ohne heißen Schubulla kann man eine totale Verplötterung nicht genießen.“

Außerirdischer 2: „Hier kommt der heiße Schubulla. Heute besonders Schmotzerig.“

Außerirdischer 1: „Aaaah, schön schmotzerig, fast schon tätschig.“

(Man hört lautes Schlürfen)

Außerirdischer 1: „Achtung: Flitscherkaschemme aufprözzeln. Ziel eintösseln. Feuern in drei, zwei …“

Außerirdischer 2: „Herr? Die Flitscherkaschemme …

Außerirdischer 1: „Was ist mit der Flitscherkaschemme?“

Außerirdischer 2: „Nicht dabei, Herr.“

Außerirdischer 1: „Keine Flitscherkaschemme?! Und wie sollen wir verplöttern ohne Flitscherkaschemme?“

Außerirdischer 2: „Wir könnten zurückplottern und die Flitscherkaschemme über Schwolldex hochquasten?“

(Ein lautes Krachen ist hören)

Außerirdischer 1: „Was war das?“

Außerirdischer 2: „Erdsatellit. Er hat unseren Pömbel geschranzt.“

Außerirdischer 1: „Bravo. Hatten wir nicht die Schumbel getrimmt?“

Außerirdischer 2: „Schon. Aber mit getrimmten Schumbel können wir die Flitscherkaschemme nicht tösseln.“

(Wieder ein lautes Krachen)

Außerirdischer 1: „Was zum Klamuffel …?!“

Außerirdischer 2: „Noch ein Erdsatellit. Der Pömbel …“

Außerirdischer 1: „Was?“

Außerirdischer 2: „Weg.“

Außerirdischer 1: „SCHUMBEL TRIMMEN, SOFORT!“

Außerirdischer 2: „Und die totale Verplötterung?“

Außerirdischer 1: „WIR HABEN KEINE FLITSCHERKASCHEMME, DU ROTZWACKEL!

Außerirdischer 2: „Jawohl, Herr. Schumbel getrimmt … Herr?“

Außerirdischer 1: „Was?!

Außerirdischer 2: „Was ist mit dem Pömbel?“

Außerirdischer 1: „Was ist, wenn ich dir den Pömbel in Podex jödel?!

Außerirdischer 2: „Lieber nicht, Herr.“

Außerirdischer 1: „Kurs: Alpha Centauri.“

Außerirdischer 2: „Ja, Herr.“

Außerirdischer 1: „Haben wir den Knackdutt geprözzelt?“

Außerirdischer 2: „Ja, Herr.“

Außerirdischer 1: „Wenigstens etwas. Dann schrötern wir eben Alpha Centauri.“

(Wieder starkes Rauschen, dann bricht der Funkkontakt ab.)

NASA-General: „Guter Gott!“

NASA-Offizier: „Sir, wir kriegen gerade ein Beschwerde von den Russen rein: die vermissen einen Spionagesatellit.“

NASA-General: „Schieben Sie es auf die Chinesen.“

NASA-Offizier: „Den Chinesen fehlt auch einer.“

NASA-General: „Na, bitte. Die mit ihrem Billigscheiß. Informieren sie den CIA. Die sollen ihre Lügencomputer anschmeißen.“

NASA-Offizier: „Ja, Sir.“

NASA-General: „Und noch etwas, Soldat!“

NASA-Offizier: „Sir?“

NASA-General: „Das hier ist nie passiert!“

NASA-Offizier: „Ja, Sir.“

NASA-General: „Mailen Sie mir die Datei und löschen Sie den Rest.“

NASA-Offizier: „Ja, Sir.“

NASA-General: „Sie haben meine Mail?“

NASA-Offizier: „ Post@washington.com

NASA-General: „Gut. Nicht mit der Zeitung verwechseln.“

NASA-Offizier: „Ich bin doch kein Idiot, Sir!“

NASA-General: „Amerika ist stolz auf Sie, mein Sohn.“

NASA-Offizier: „Danke, Sir.“




You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.
One Response
  1. Silvija sagt:

    Hey Andreas,

    meine Güte, was für ein spannender Stoff. Zum Nägelabkauen!
    Doch eins hat mich dann doch beruhigt: Die Aliens prötzeln offensichtlich auch nur mit Wasser, oder?! Und trinken dazu Schubulla, lecker…

    LG
    Silvija

Leave a Reply

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Please leave these two fields as-is:

Protected by Invisible Defender. Showed 403 to 669 bad guys.